Neuer Terminplan online

Der Terminplan für das kommende Halbjahr ist nun online. Hervorzuheben sind die Generalversammlung am 19.03.2019 und das Training mit IM Nedeljko Kelecevic am 18.06.2019. Weiterhin erscheint die Terminübersicht in neuem Gewand (inklusive Kalenderansicht) und es werden auf den Seiten SMM, SGM sowie Stadtmeisterschaft jeweils die nächsten Termine der jeweiligen Kategorie angezeigt.

Petr Walek gewinnt das Rapid-Turnier

Das gestrige Rapid-Turnier gewann unser Gast Petr Walek aus Tschechien überlegen mit 5 Punkten aus 5 Partien. Im 2. Rang klassierte sich Claudio Gloor mit 4 Punkten. Den 3. Podestplatz eroberte sich Markus Meienhofer mit 3 ½ Punkten. Die weiteren Ränge belegten Roman Freuler, Thomas Eberle, Daniel Almeida und Meinrad Kessler mit je 3 Punkten.

Es wurden fünf Runden mit 12 Minuten plus 10 Sekunden Bonus gespielt.

Rg. SNr Name Elo FED Verein Pkte BH
1 1 Walek Petr 2220 CZE   5 13½
2 2 Gloor Claudio 2092 SUI Winterthur Sg 4 15
3 6 Meienhofer Markus 1873 SUI Frauenfeld 11½
4 3 Freuler Roman 2060 SUI Winterthur Sg 3 16½
  5 Eberle Thomas 1910 SUI Chur Sk 3 16½
6 4 Almeida Daniel 2000 POR   3 13½
7 7 Kessler Meinrad 1778 SUI Winterthur Sg 3 12
8 14 Berchtold Philipp 0 SUI Winterthur Sg 12½
9 13 Lincke Paul 1474 SUI Winterthur Sg
10 8 Susnjevic Safet 1776 SUI Winterthur Sg 2 14½
11 10 Forster Martin 1741 SUI Winterthur Sg 2 13½
12 15 Keller Alfred 0 SUI Winterthur Sg 2 10
13 11 Bachmann Christian 1673 SUI Winterthur Sg 2
14 12 Weilenmann Jürg 1563 SUI Winterthur Sg 1 11½
15 16 Haag Walter 1586 SUI Embrach 1 9
16 9 Zoller Patrik 1760 SUI Winterthur Sg ½ 11½

SGM: Sechste Mannschaft verliert Aufstiegsspiel

Im letzten Spiel der SGM-Saison 2017/18 verlor unsere sechste Mannschaft das Aufstiegsspiel in die 2. Regionalliga gegen Gligoric 1 klar mit 0.5:3.5. Unsere Mannschaft war als klarer Aussenseiter in den Wettkampf gegangen und wies im Durchschnitt knapp 150 ELO weniger als Gligoric auf. Die Zürcher verstanden es, diesen Vorteil auszuspielen und gewannen schliesslich ungefährdet. Den halben Winterthurer Ehrenpunkt erzielte Enrico Di Crescenzo, der am vierten Brett mit Weiss gegen einen Spieler mit 112 ELO-Punkte mehr remisieren konnte. Damit werden alle Winterthurer Mannschaften die nächste SGM-Saison in der gleichen Liga in Angriff nehmen. Der Verein verfügt damit weiterhin über je eine Mannschaft in der 1. Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 1. Regionalliga, und je zwei Mannschaften in der 2. und 3. Regionalliga.

Bescheidene Ausbeute in der 3. Runde der SMM

In der dritten Runde der SMM blieben für die Mannschaften der SG Winterthur Punkte rar. Nur ein Sieg und zwei Unentschieden stehen sechs Niederlagen gegenüber. Wegen der Schulferien stand die Runde auch aus personeller Sicht unter einem schlechten Stern. So konnten wir nicht immer in nominell bester Besetzung antreten, wobei in der 3. Liga sogar Spieler fehlten.

Die erste Mannschaft (Mannschaftsleiter: Roman Freuler) musste im NLA-Spitzenkampf in Luzern ohne Spitzenspieler Harikrishna Pentala antreten. Bei ausgeglichener Ausgangslage entwickelte sich der Wettkampf aus Winterthurer Sicht gut, allerdings zeigte sich je länger je mehr, dass es uns nicht gelang, unsere Chancen wahrzunehmen. So sahen wir uns plötzlich mit einem Rückstand konfrontiert, der Florian Jenni in der allerletzten Partie nach sieben Stunden Spielzeit mit einem Sieg über IM Atlas noch ausgleichen konnte. Am Schluss müssen wir mit dem Mannschaftspunkt zufrieden sein, zumal wir dank eines Punktverlustes der SG Zürich gegen Réti die Tabellenspitze in der NLA verteidigen konnten (Genf konnte nach Einzelpunkten zu uns aufschliessen).

Die zweite Mannschaft (Mannschaftsleiter: Martin Forster) hatte in der NLB im Auswärtsspiel in Solothurn eine schwierige Aufgabe. Sie spielte allerdings gut und kämpfte hartnäckig, was aber leider trotzdem zu nichts Zählbarem reichte. Es resultierte nämlich eine knappe 3.5:4.5-Niederlage. In der nächsten Runde dürfte das punkten gegen den NLA-Absteiger Bodan auch nicht einfach werden. Trotzdem müssen wir natürlich versuchen, wenn auch immer möglich Punkte mitzunehmen.

Nach einem tollen Saisonstart traf die dritte Mannschaft (Mannschaftsleiter: Roman Freuler) in der 1. Liga auf das Spitzenteam von Gligoric. Obwohl ein schwieriger Wettkampf erwartet wurde, rechnete sich die Mannschaft Chancen aus. Gligoric gelang es dann aber, mit einer ausserordentlich starken Besetzung und einem ELO-Durchschnitt von knapp 2260 Elo zu überraschen. Mit GM Vovk aus der Ukraine kam ein Spieler über 2600 Elo zum Einsatz. Entsprechend gewann Gligoric dann auch standesgemäss mit 5.5:2.5. Unserem Team gelang es allerdings, einen guten Wettkampf zu zeigen, und die Favoriten von Gligoric mindestens zwischendurch ziemlich nervös zu machen.

In der 2. Liga läuft es weiterhin ausgezeichnet, sind doch nach drei Runden beide Teams noch ohne Niederlage. Die vierte Mannschaft (Mannschaftsleiter: Reto Zaugg) kam in Flawil zu einem tollen 4:2-Sieg und hat nun bereits fünf Mannschaftspunkte auf dem Konto. Die fünfte Mannschaft (Mannschaftsleiter: Patrik Zoller) kam gegen Baden 2 zu einem 3:3-Unentschieden. Die Besetzung des Gegners war allerdings für 2. Liga-Verhältnisse unterirdisch, dazu reiste Baden nur zu fünft an. Ein Sieg wäre unter diesen Umständen Pflicht gewesen. In der Endabrechnung bleibt ein Punkt aber ein Punkt, und immerhin hat die Mannschaft nach drei Runden bereits vier solcher Mannschaftspunkte auf dem Konto.

In der 3. Liga taten sich unsere Teams auch in der dritten Runde schwer, wobei sie dieses Mal zusätzlich unter einem Mangel an Spielern litten. Die sechste Mannschaft (Mannschaftsleiter: Matthias Gerber) unterlag mit einem Spieler weniger Réti 5 mit 2.5:3.5, eine schmerzhafte Niederlage gegen einen Gegner, gegen welchen vollzählig möglicherweise mehr dringelegen wäre. Die siebte Mannschaft (Mannschaftsleiter: Michael Mégroz) unterlag auswärts Romanshorn 1 mit 1:5 und auch die achte Mannschaft (Mannschaftsleiter: Christian Bachmann) verlor in Gonzen mit dem gleichen Resultat, musste allerdings zum wiederholten Male gegen einen deutlich stärkeren Gegner antreten.

Alle Details zu den Wettkämpfen der dritten Runde und alle Einzelresultate finden sich in der Rubrik SMM.

Viel Spiel und viel Spass an der Meisterfeier

Der Pokal wird gefeiert
IM Martin Ballmann ruft das Titelteam zur Verteidigung des Pokals auf. Der erste Schritt dazu ist mit der aktuellen Leaderposition gemacht. Von links: Kapitän Roman Freuler, FM Emanuel Schiendorfer, GM Nico Georgiadis, IM Richard Forster (verdeckt), GM Florian Jenni, FM Benedict Hasenohr, FM Kambez Nuri, IM Gabriel Gähwiler, IM Dennis Kaczmarczyk, Erich Lang und FM Walter Bichsel (nicht mehr sichtbar). Später macht der Pokal, gefüllt mit Rotwein, die Runde unter den volljährigen Vereinsmitgliedern. Heute ist jede und jeder ein Champion!
Präsentation des Meisterpokals
Zweiter Schnappschuss, diesmal mit Richard Forster (4. v.l.) und Walter Bichsel (ganz rechts).

Einer der ganz grossen Höhepunkte in der langen Vereinsgeschichte der Schachgesellschaft Winterthur hat gestern Samstag, 21. April 2018, in der Freizeitanlage Holzlegi in Winterthur-Wülflingen stattgefunden. Über sechzig Mitglieder haben es sich nicht nehmen lassen, den 2017 gewonnenen Meisterpokal zu feiern – mit verschiedenen Spielen (strategisch und taktisch, wie es sich für Schachspieler gehört), bei feinem Essen und Trinken und im geselligen Beisammensein.

Das Blitzturnier

Nach einer ersten geselligen Runde mit feinen Apérohäppchen, liebevoll arrangiert von Walter Hollenstein, und einer Auswahl an alkoholfreien Proseccos, kredenzt von Benedict Hasenohr, ging es schnell zur Sache. Ein Blitzturnier dieser Grösse und mit so vielen hochkarätigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sieht der Klub nur ganz selten.

Der Reporter, bei solchen Anlässen sonst durchaus ehrgeizig, nahm es gelassen, auf einem der hintersten Plätze zu landen. Figur eingestellt? Im vergeblichen Rettungsversuch die letzten Zeitreserven verspielt? Was solls, heute bin auch ich ein Champion. Und den Junioren, die mir Punkte weggenommen haben, mag ich sie mehr als nur gönnen. Sie sind die Zukunft des Vereins, und in einigen Jahren werden sie vielleicht ein weiteres Mal den Pokal in die Höhe stemmen. Aus dem sie dann auch trinken dürfen!

Strategie und Taktik neben dem Brett

Während und nach der Umbaupause – Walti Hollenstein und seine Küchenbrigade waren fleissig am Werk – ging es im gleichen Stil weiter, ganz ohne Brett und Figuren. Denn was ein rechter Schachspieler ist, liebt Strategie und Taktik in allen Lebenslagen und mit allen denkbaren spielerischen Mitteln. Als das sind: Jasskarten, Fantasy-Spielkarten oder ein runder Ball auf dem Rasen.

Zwei Mitglieder unseres Meisterteams sind sozusagen Jassprofis, ihres Zeichens Autoren einer eindrucksvollen Abhandlung über die Strategie und Taktik in der Jassvariante „Schieber“. Fairerweise spielten sie nicht im Team, sondern holten je einen weniger versierten Partner an Bord.

Etwas später wurde hinten im Gelände gezockt. Jedenfalls dachte der Reporter das, denn einer unserer Grossmeister ist ja als versierter Pokerspieler bekannt. Da der Schreibende Fake News hasst, ging er der Sache auf den Grund. Was die Mehrzahl des aktuellen Meisterteams da spielte, war ein Spiel namens „Avalon“, mit einer schönen Prinzessin und einem gotischen Schloss auf dem Cover. Nur ganz kurz: Es geht um die Guten gegen die Bösen, wobei man zwar weiss, wer man selber ist, aber nicht wer die anderen sind und wem man trauen kann. Also ganz so unklar wie die meisten Stellungen auf dem Schachbrett. Der wichtigste Unterschied: Beim Schach gilt die Regel des Schweigens, bei „Avalon“ gehört Reden zum Spiel. Also der ideale Ausgleich für Schachspieler.

Bei den künftigen Champions der SG Winterthur ist der beste Ausgleich ein runder Ball, ein Rasen und Tore, in denen der Ball landen sollte. Sollte, liebe Boys, sollte! Denn mehr als einmal musste der Reporter Balljunge spielen und das runde Leder aus Kies oder Gebüsch holen. Ist doch schön, wenn der Opa wieder ein Junge sein darf. Aber, liebe Jungs, üben, üben, üben, auf dem Rasen ebenso wie auf dem Brett!

Speis und Trank

Meistertorte
Die Meistertorte.

Inzwischen war es Zeit fürs Bankett mit einem feinen Hackbraten, Kartoffelstock und Karotten. Jetzt wurden Gespräche über alte und aktuelle Zeiten weitergeführt oder neu angefangen. Das war angesichts des nun massiv anschwellenden Geräuschpegels nicht immer ganz leicht. Aber es war unüberhörbar: Die Schachgesellschaft lebt, und für den Anlass gilt uneingeschränkt das Ogi-Zitat.

Zum Glück waren einigermassen bald alle so satt, dass eine Verdauungspause nötig war, vorzugsweise im Freien an frischer Luft und Frühsommersonne.

Nun folgten die beiden Höhepunkte des Abends: Erstens die Präsentation des Meisterpokals und der vielen Mitglieder, die ihn ermöglicht haben – nicht nur der Meisterspieler, sondern auch der früheren und aktuellen Juniorentrainer Michael Bucher und Heini Scherrer, die einige der jungen Talente entdeckt und zur Meisterreife geführt haben. Zweitens die Rangverkündigung des Blitzturniers, das souverän von FM Emanuel Schiendorfer gewonnen wurde. Und für Liebhaber/innen von Süssigkeiten war bestimmt  die Meistertorte ein zusätzlicher dritter Höhepunkt.

Ausklang

Aus verlässlicher Quelle weiss der Reporter noch folgendes zu berichten: Um etwa halb eins wurde der Holzlegisaal in einen abgabereifen Zustand zurückversetzt – vielen Dank all den fleissigen Helfern im Hintergrund fürs Auftischen, Abräumen, Umbauen und Putzen! Dann dislozierten die Unentwegten in die Altstadt und liessen es bis etwa um drei Uhr in der Früh krachen. Recht so, denn man wird ja nicht alle Jahre Schweizermeister? Aber halt, wir wollen doch den Pokal verteidigen! Also lasst es bitte auch nächstes Jahr wieder krachen, liebe Champions der SGW!

(Fotos: Ruth Huber)