Das dritte Schach ist ein Matt

Die zweite Welle hat uns im Griff. Ans Spiel am Brett ist nicht zu denken. Wir sind auf die Onlineplattformen verbannt. Das ärgert viele, mich auch. Aber wenn schon, sollten wir wohl das Beste aus der Situation machen. In diesem Sinn habe ich letzte Woche einmal die Variante Three-Check auf Lichess ausprobiert.

Die Regel ist ganz einfach: Das dritte Schach ist ein Matt, und im übrigen gelten die FIDE-Regeln für das normale Schachspiel. Die Variante ist extrem taktisch, denn Opfereinschläge sind an der Tagesordnung. Umgekehrt müssen die Verteidiger den König sehr vorsichtig dagegen abschirmen. Hier meine ersten Erfahrungen, die ich gerne weitergebe.

Eröffnung

  1. e4! (1. d4? 1. Sf3? 1. c4? 1. anders?)

Der schwache Punkt f7 muss das Ziel sein. Jeder erste Zug, der das nicht fördert, ist schlecht, denn Tempo in der Eröffnung ist alles. Wer den ersten Einschlag landet, hat beste Chancen auf ein Matt.

  1. – c5

Sizilianisch ist gut, 1. – e6 Französisch auch. Der Zug e6 präventiv oder als Parade gegen 2. Lc4 verhindert den verheerenden Einschlag auf f7 und ist deshalb Pflicht.

Wie Schwarz nicht spielen darf

  1. – e5??

Das verliert, meistens sogar auf der Stelle. Meine dritte Weisspartie ging so weiter: 2. Lc4 Lc5?? 3. Lxf7+(1) Kxf7?? 4. Df3+(2) Ke6 und Schwarz gab auf, denn Weiss kann jetzt auf sechs Arten mattsetzen: 5. Df7+(3), 5. Df6+(3), 5. Df5+(3), 5. Dg4+(3), 5. Dh3+(3) und 5. Db3+(3).  Partie anschauen.

Wie man offene Partien (1. e4 e5) auch gegen bessere Verteidigung von Schwarz gewinnt, zeigt Lena in dieser Partie.

Wer hat Interesse?

Warum nicht zur Abwechslung einmal ein klubinternes Three-Check-Turnier veranstalten? Die Diskussion ist hiermit eröffnet.

 

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