Ruth Huber und Philipp Berchtold gewinnen Kombinationspreis

Den erstmals ausgeschriebenen Spezialpreis für die schönste Kombination der Stadtmeisterschaft, unter der Jury von Richard Forster und gesponsert von smartbmicalculator.com, gewinnen Ruth Huber und Philipp Berchtold ex aequo, wobei Philipp zweimal beteiligt war - einmal als Opfer und einmal als Gewinner.

Huber, Ruth (1529) - Berchtold, Philipp ()

Winterthurer Stadtmeisterschaft - 18. Mai 2017

«Bei Rochade auf entgegengesetzten Flügeln startet Schwarz einen gefährlichen Bauernangriff gegen den weissen König. Weiss lässt sich nicht beirren und setzt sein eigenes Gegenspiel am Damenflügel lehrbuchmässig um. Nachdem die weissen Schwerfiguren auf der c-Linie in Position gebracht sind, leitet ein thematisches Qualitätsopfer auf c6 den entscheidenden Angriff ein. Alles hängt an einem Tempo - einen Zug länger, und der schwarze Angriff wäre durchgeschlagen. Schwarz kann das Matt abwenden, aber er muss Weiss drei Bauern für die Qualität überlassen und in ein Endspiel abwickeln. Weiss bringt den materiellen Vorteil im Endspiel einwandfrei zur Geltung. Mir gefällt an dieser Partie, wie sich Weiss durch den schwarzen Angriff nicht beeindrucken lässt und mit einem entschlossenen Qualitätsopfer den gordischen Knoten gerade noch rechtzeitig durchschlägt, und wie Weiss danach den Vorteil im Endspiel nicht mehr aus der Hand gibt.»

Berchtold, Philipp () - Knecht, Daniel (1545)

Winterthurer Stadtmeisterschaft - 25. April 2017

«Nachdem die Eröffnung zu seinen Gunsten verläuft, verstärkt Weiss systematisch lehrbuchmässig den positionellen Druck am Damenflügel und speziell auf der b-Linie. Schwarz versucht sein Möglichstes, um im Zentrum zu Gegenspiel zu kommen. In sehr schwieriger Lage versucht er mit h7-h5 am Königsflügel Angriffsdrohungen zu generieren, doch nutzt Weiss diese kleine Schwächung des Punktes g6 zu einem mutigen Läuferopfer. Mit einem Schlag verlagert Weiss damit seinen Druck vom Damen- auf den Königsflügel. Schwarz verteidigt sich zuerst sehr gut, so dass Weiss auf beiden Flügeln operieren muss. In schwieriger Lage greift Schwarz mit seinem Läufer fehl und Weiss nutzt die Chance, die Partie schnell zum Abschluss zu bringen. Mir gefällt das kräftige Positionsspiel von Weiss, der mutige Wechsel zum direkten Angriff und, nachdem Schwarz die unmittelbaren Drohungen pariert hat, die geschickte Kombination vom Spiel am Damenflügel und Königsflügel parallel.»

Kommentare: Richard Forster

 

Gabriel Gähwiler ist Winterthurer Blitzstadtmeister

Gestern Dienstag wurde zum Abschluss der Stadtmeisterschaft das Turnier um den Titel des Winterthurer Blitzstattmeisters ausgetragen. Trotz zahlreicher Absagen war die Beteiligung mit 34 Teilnehmern wiederum sehr gut.

Sebastian Gattenlöhner, Gabriel Gähwiler und Sladjan Jovanovic nahmen sich gegenseitig je einen Punkt ab und standen nach der neunten Runde mit je acht Punkten an der Spitze. So musste eine Armageddon-Stichpartie zwischen Sebastian und Gabriel die Entscheidung bringen. Da Sebastian mit Weiss in der siebten Runde schon gegen Gabriel verloren hatte, wählte er Nachzug und versuchte Remis zu halten, was ihm aber nicht gelang. Gabriel, mit einer Minute mehr auf der Uhr, lancierte einen kompromisslosen Königsangriff und brachte in einer hektischen Schlussphase seinen Pflichtsieg zum Abschluss.

Beste Verfolger waren Michael Jähn mit sechseinhalb und Martin Leutwyler mit sechs Punkten. Ein hervorragendes Turnier gelang Farough Alem Yar aus Frauenfeld, seines Zeichens Sieger der Kategorie B in der Stadtmeisterschaft: Mit fünfeinhalb Punkten klassierte er sich punktgleich auf Augenhöhe mit den um fünf- bis siebenhundert Elo höher eingestuften Nedeljko Kelecevic und Hanspeter Bieri.

Die vollständige Schlusstabelle findet sich auf der Homepage der Winterthurer Blitzstadtmeisterschaft.

Lang, Wunderlin und Alem Yar sind die Sieger der Stadtmeisterschaft

In allen drei Kategorien gab es klare Sieger. In der Kategorie A gewann der neue Stadtmeister Erich Lang vor Riccardo Cavegn und den punktgleichen Volker Stief und Paul Bosshard. In der Kategorie B siegte Thomas Wunderlin vor Martin Forster und Gallus Tuor. In der Kategorie C setzte sich Farough Alem Yar durch, vor Daniel Knecht und den punktgleichen Philipp Berchtold und Karl Wisser.

Die aktuellen Schlussranglisten finden sich auf der Homepage der Stadtmeisterschaft

Ergebnisse:

Kat. A: Bosshard-Hajdari 1:0f, Susjnevic-Eberle 0:1, Stutz-Stief ½:½, Cavegn-Lang 0:1 (25.April)

Kat. B: Nadler-Bachmann 0:1, Wunderlin-Mares 1:0, Forster-Hasler 1:0, Meier-Tuor 0:1 (16. Mai)

Kat. C: Alem Yar-Lincke 1:0, Knecht-Huber 1:0, Maroccia-Wisser 0:1, Berchtold-Nydegger 1:0, Dietrich-Walk 1:0

Erich Lang ist Winterthurer Stadtmeister

Die zweitletzte Runde, die gestern Donnerstag ausgetragen wurde, brachte die Entscheidung: Mit einem Sieg gegen Urs Stutz sicherte sich Erich Lang den Titel, hat er doch die vorgezogene Letztrundenpartie gegen Riccardo Cavegn schon gewonnen und kommt damit auf ein uneinholbares Schlusstotal von 6.5 Punkten.

In der Kategorie B werden Thomas Wunderlin und Martin Forster den Gewinn unter sich ausmachen, denn alle anderen sind schon deutlich distanziert.

In der Kategorie C führt weiterhin Farough Alem Yar.

Die aktuellen Zwischenranglisten finden sich auf der Homepage der Stadtmeisterschaft

Ergebnisse der 6. Runde

A: Hajdari-Cavegn 0:1f, Lang-Stutz 1:0, Stief-Susjnevic 1:0 (23. Mai), Eberle-Bosshard 1:0

B: Tuor-Nadler 1:0, Hasler-Meier 0:1, Mares-Forster 0:1, Bachmann-Wunderlin 0:1

C: Wisser-Alem Yar ½:½, Huber-Berchtold 1:0, Walk-Knecht 0:1, Nydegger-Maroccia 0:1, Lincke-Dietrich 1:0

Stadtmeisterschaft: Erich Lang übernimmt Führung auf der Zielgeraden

Zwei Runden vor Schluss ist Riccardo Cavegn, der sich vom Start weg bravourös an der Spitze gehalten hat, von Erich Lang auf den zweiten Platz verdrängt worden. Er muss jetzt seine Hängepartie gegen Urs Stutz gewinnen, um noch eine minimale Aussicht auf den Titel zu behalten. Denn der vorgezogene Spitzenkampf Cavegn-Lang ging schon an Erich, dem jetzt ein Remis in der sechsten Runde reicht.

In der Kategorie B ist die Tabelle wegen zahlreicher Hängepartien momentan nicht aktuell, während in der Kategorie C Farough Alem-Yar seinen Vorsprung an der Spitze weiter ausgebaut hat.

Die aktuellen Zwischenranglisten finden sich auf der Homepage der Stadtmeisterschaft

Ergebnisse der fünften Runde

A: Eberle-Hajdari 1-0f, Bosshard-Stief 1:0, Susjnevic-Lang 0:1 (2. Mai), Stutz-Cavegn 0:1 (23. Mai)

B: Nadler-Wunderlin 0:1 (23. Mai), Forster-Bachmann ½:½ (9. Mai), Meier-Mares 1:0f, Tuor-Hasler ½:½

C: Alem Yar-Walk 1:0, Berchtold-Lincke 1:0, Huber-Wisser ½:½ (23. Mai), Nydegger-Knecht 0:1, Maroccia-Dietrich 1:0

Unveränderte Tabellen zur Halbzeit der Stadtmeisterschaft

In der vierten Runde der Stadtmeisterschaft sind die Zwischenstände an den Spitzen in allen drei Kategorien unverändert geblieben. Nach wie vor führen Riccardo Cavegn und Erich Lang punktgleich die Tabelle der Kategorie A an.

In der Kategorie B führt nach wie vor Thomas Wunderlin einen halben Punkt vor Martin Forster. Alle anderen Teilnehmer sind schon recht deutlich distanziert, aber es bleiben ja noch drei Runden zu spielen.

In der Kategorie C führt jetzt Farough Alem Yar alleine die Tabelle an, dicht gefolgt von Michael Walk und einem breiten Verfolgerfeld.

Im Kombinationswettbewerb gibt es ein passives Damenopfer von Erich Lang und ein aktives Springeropfer von Daniel Knecht zu vermelden. Offenbar nimmt die Opferlaune im Verlauf des Turniers zu. Weiter so!

Die aktuellen Zwischenranglisten finden sich auf der Homepage der Stadtmeisterschaft

Ergebnisse

Kat. A: Hajdari-Stutz 0:1f, Cavegn-Susjnevic 1:0, Lang-Bosshard 1:0, Stief-Eberle 1:0

Kat. B: Hasler-Nadler 0:1, Mares-Tuor ½:½, Bachmann-Meier ½:½, Wunderlin-Forster ½:½ (2. Mai)

Kat. C: Alem Yar-Berchtold 1:0, Wisser-Walk ½:½ (2. Mai), Lincke-Huber ½:½, Knecht-Maroccia 1:0, Dietrich-Nydegger 0:1 (2. Mai)

Erfolgreiche Gäste an der Stadtmeisterschaft

Kurz vor Halbzeit der Stadtmeisterschaft haben sich Mitglieder der Schachklubs von Embrach (A: Riccardo Cavegn) und Frauenfeld (B: Thomas Wunderlin, C: Farough Alem Yar) in allen drei Kategorien an der Spitze etabliert. Herzliche Zwischengratulation! Es lohnt sich, zu uns nach Winterthur ans Turnier zu kommen.

In der Kategorie A hat Topfavorit Erich Lang an die Spitze zu Riccardo Cavegn aufgeschlossen, und Paul Bosshard ist mit einem halben Punkt Rückstand der engste Verfolger.

In der Kategorie B ist jetzt Thomas Wunderlin alleiniger Leader und als Einziger des Turniers noch mit dem Punktemaximum – gefolgt von Martin Forster, der sich in der längsten Partie der Runde aus einer zeitweiligen Verluststellung ins Remis retten konnte.

In der Kategorie C gibt es eine breite Spitze mit Michael Walk, Philipp Berchtold und Farough Alem Yar, gefolgt von einer ebenso breiten Verfolgergruppe. Hier sind nicht weniger als fünf Spieler innerhalb eines halben Punktabstandes.

Spezialpreis ist lanciert

Auch die Konkurrenz um die schönste Gewinnkombination des Turniers ist jetzt lanciert, mit einem Läuferopfer von Philipp Berchtold in der zweiten Runde. Diese Kombination ist die bisher schönste, weil einzige. Fortsetzung erwünscht!

Die aktuellen Zwischenranglisten finden sich auf der Homepage der Stadtmeisterschaft

Ergebnisse

Kat. A: Stief-Hajdari 1:0f, Eberle-Lang 0:1, Bosshard-Cavegn ½:½, Susjnevic-Stutz verschoben

Kat. B: Nadler-Forster ½:½, Meier-Wunderlin 0:1, Tuor-Bachmann 1:0, Hasler-Mares 1:0 (25. April)

Kat. C: Walk-Berchtold ½:½, Knecht-Alem Yar 0:1, Maroccia-Lincke 0:1, Nydegger-Wisser 0:1, Dietrich-Huber 0:1.

Patt in Frauenfeld

Bei Alem Yar in Frauenfeld kann man abends orientalische Spezialitäten geniessen und nachmittags mit dem Chef Farough Kaffehausschach spielen. Letzten Samstag hatte ich gerade in der Stadt zu tun und schaute vorbei, als Farough und Bruno Maroccia ihre Partie der zweiten Runde der Stadtmeisterschaft nachholten. Nach einigem Hin und Her kippte die Partie zugunsten von Farough. Bruno sah sich mit Figurverlust und Mattgefahr auf der Grundreihe konfrontiert, fand jedoch einen Ausweg: Mit einem Turmopfer brachte er seine restlichen Kräfte ins Spiel, belästigte den gegnerischen König mit Schachs, irgendwie wurden die Damen und weitere Figuren getauscht, und am Schluss konnte er glücklich ins ewige Schach wegen Patt entwischen, nachdem Farough mit dem König auf die falsche Seite geflüchtet war.

Erstes Fazit: Nie eine Partie zu früh aufgeben. Schach ist wie Poker, nur ohne Karten. Bluffen gehört zum Spiel.

Zweites Fazit: Auch Dauerschach- und/oder Pattkombinationen können grundsätzlich am Wettbewerb um die schönste Gewinnkombination teilnehmen, denn die Rettung aus einer aussichtslos scheinenden Lage ist auch ein Gewinn.

Drittes Fazit: Die Kombination von Bruno fällt leider aus der Bewerbung, weil die lückenhafte Notation während der hektischen Entscheidungsphase keine ausreichende Beurteilung erlaubt. Schade.

Stadtmeisterschaft: Aufsteiger Cavegn führt nach der zweiten Runde

Riccardo Cavegn, Vorjahressieger der Kategorie B, auf Platz sieben der Setzliste gestartet, hat sich mit einem weiteren Sieg souverän an die Spitze des Feldes gesetzt. Alle anderen haben bereits halbe oder ganze Punkte abgegeben. Diese Ausgangslage verspricht ein spannendes Rennen um den Titel.

In der Kategorie B gab es vier Weisssiege; hier führen Martin Forster und Thomas Wunderlin ohne Verlustpunkte die Tabelle an.

In der Kategorie C führen die beiden elolosen Philipp Berchtold und Michael Walk mit je zwei Punkten.

Die aktuellen Zwischenranglisten finden sich auf der Homepage der Stadtmeisterschaft

Ergebnisse der 2. Runde

Kat. A: Hajdari-Susjnevic 0:1, Stutz-Bosshard ½:½, Cavegn-Eberle 1:0, Lang-Stief ½:½

Kat. B: Mares-Nadler 1:0, Bachmann-Hasler 1:0, Wunderlin-Tuor 1:0, Forster-Meier 1:0

Kat. C: Alem Yar-Maroccia ½:½ (22. April), Berchtold-Knecht 1:0 (25. April), Walk-Lincke 1:0, Huber-Studer ½:½ (11. April), Wisser-Dietrich 1:0, Nydegger spielfrei

Stadtmeisterschaft 2017: Knapper Startsieg des Favoriten

Erich Lang, der mit deutlichem Abstand das Startfeld anführt, musste mit den weissen Steinen gegen den am Schluss der Kategorie A gesetzten Ruhan Hajdari wirklich «lang» Geduld haben, bis er ein remisverdächtiges Turmendspiel mit Mehrbauer am Ende doch noch gewinnen konnte. Nach Abtausch der Türme opferte er seinen Mehrbauern im Zentrum, um seinen schon besser stehenden König noch besser zu positionieren, und gewann das Reinbauernendspiel.

Riccardo Cavegn, Vorjahressieger der Kategorie B, startete fulminant ins Turnier und besiegte mit Schwarz den als Nummer zwei gesetzten Volker Stief.

In den Kategorien B und C setzten sich mit Daniel Meier und Martin Forster bzw. Farough Alem Yar und Daniel Knecht jeweils die beiden Topgesetzten durch.

Mit 27 Teilnehmern ist die Stadtmeisterschaft trotz einiger unerwarteter Absagen leicht besser besetzt als im Vorjahr (25); auch ist die Kategorie A um durchschnittlich 60 Elo stärker besetzt als 2016.

Ergebnisse der 1. Runde

Kat. A: Lang-Hajdari 1:0, Stief-Cavegn 0:1, Eberle-Stutz ½:½, Bosshard-Susjnevic 1:0

Kat. B: Nadler-Meier 0:1, Tuor-Forster 0:1, Hasler-Wunderlin 0:1, Mares-Bachmann ½:½ (11. April)

Kat: C: Studer-Alem Yar 0:1, Knecht-Dietrich 1:0, Maroccia-Huber 1:0, Lincke-Nydegger 1:0, Berchtold-Wisser 1:0, Walk spielfrei